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  • 18. Juli 2026 11:35

Die aufstrebende Corona-Variante Cicada: Was bisher bekannt ist

ByLena Wallner

Jan. 7, 2026

In den letzten Monaten hat sich die Corona-Pandemie erneut verändert. Eine neue Variante namens Cicada (wissenschaftlich: BA.3.2) breitet sich derzeit in Deutschland aus. Virologische Überwachung und epidemiologische Daten helfen, mögliche Risiken frühzeitig einzuschätzen.

Entdeckung und genetische Merkmale

Cicada wurde erstmals im November 2024 identifiziert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die Variante kurz darauf als „Variante unter Beobachtung“ ein. Damit beginnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, intensiv Daten zu sammeln, um die Entwicklung der Pandemie besser verstehen zu können.

Genetisch ist Cicada eine Weiterentwicklung der Omikron-Linie, speziell von BA.3. Am Spike-Protein, dem Teil des Virus, der für die Anheftung an menschliche Zellen entscheidend ist, weist sie mehr als 50 Mutationen auf. Diese Veränderungen könnten erklären, warum sich Cicada schneller verbreitet, auch wenn der genaue Mechanismus noch untersucht wird.

Verbreitung

Die neue Variante gewinnt rasch an Bedeutung. Ende November 2025 machten Infektionen mit Cicada bereits etwa 30 Prozent aller nachgewiesenen SARS-CoV-2-Fälle aus, mit einem vorläufigen Höchststand von 38 Prozent in der letzten Novemberwoche. Damit verdrängt sie die zuvor vorherrschende Variante Stratus (XFG) weitgehend.

Experten betonen, dass diese schnelle Ausbreitung auf eine erhöhte Anpassungsfähigkeit hindeuten könnte. Gleichzeitig zeigen Analysen von Abwasserproben derzeit keine Anzeichen für steigende Viruslast, was Hoffnung auf eine moderate Infektionswelle gibt. Gesundheitsbehörden empfehlen dennoch Vorsicht, besonders in der kälteren Jahreszeit, wenn Atemwegserkrankungen generell zunehmen.

Symptome und Krankheitsverlauf

Die Symptome einer Cicada-Infektion ähneln denen anderer Omikron-Varianten: Halsschmerzen, Husten, Fieber, Müdigkeit und gelegentlich Geruchs- oder Geschmacksverlust. Viele Infizierte erleben nur milde Beschwerden oder bleiben sogar symptomfrei.

Langzeitfolgen wie anhaltende Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen sind möglich, auch wenn bislang keine Hinweise auf schwerere Verläufe als bei vorherigen Omikron-Varianten vorliegen. Vor allem bei Geimpften verlaufen die meisten Infektionen mild. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beobachten jedoch weiterhin genau, wie Cicada vulnerable Gruppen wie ältere Menschen oder Immungeschwächte betrifft.

Impfungen und Schutzmaßnahmen

Bestehende Corona-Impfstoffe bieten weiterhin einen soliden Schutz gegen Cicada. Auffrischungsimpfungen verstärken den Schutz und reduzieren das Risiko schwerer Erkrankungen erheblich. Expertinnen und Experten raten, den Impfstatus auf dem neuesten Stand zu halten, besonders bei Risikogruppen.

Zukünftig könnte ein kombinierter Impfstoff gegen Grippe und Corona verfügbar werden, der den Schutz vereinfacht. Bis dahin bleiben bewährte Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften, Maskentragen, Händehygiene und Abstand sinnvoll.

Ausblick

Virologinnen und Virologen betonen, dass Cicada kein Grund zur Panik ist, aber die Pandemie weiterhin ernst genommen werden muss. Die globale Überwachung des Virus ermöglicht ein frühzeitiges Reagieren auf neue Entwicklungen.

Cicada zeigt, dass Corona noch nicht vorbei ist, aber dank medizinischer Fortschritte und Impfungen besser handhabbar bleibt. Eine informierte, vorsichtige Haltung schützt sowohl sich selbst als auch andere.

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By Lena Wallner

Lena Wallner ist Journalistin und behandelt vor allem politische und gesellschaftliche Themen. Sie schreibt über aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ihre Texte zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Netzwerk und die Einbindung relevanter Quellen aus.

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