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  • 19. Februar 2026 7:20

Russland startet massiven Angriff auf ukrainische Energieinfrastruktur – NATO-Generalsekretär Rutte zu Besuch in Kiew

BySarah Koller

Feb. 3, 2026

Kiew / Brüssel – Inmitten strengster Winterkälte hat Russland in der Nacht zum Dienstag einen der schwersten Luftangriffe dieses Jahres auf die Ukraine durchgeführt. Gleichzeitig war NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu einem unangekündigten Besuch in Kiew, während für die Hauptstadt Luftalarm ausgelöst wurde.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj setzte Russland mehr als 70 Raketen, darunter eine Rekordzahl ballistischer Raketen, sowie rund 450 Kampfdrohnen ein. Ziel der Angriffe waren vor allem Energieanlagen, aber auch Wohngebäude in mehreren Regionen: Kiew und Umgebung, Charkiw, Sumy, Dnipropetrowsk, Odessa und Winnyzja. Die ukrainische Luftabwehr konnte nach offiziellen Angaben 38 Raketen und 412 Drohnen abfangen oder neutralisieren. Mindestens neun Menschen wurden verletzt, Hunderttausende Haushalte verloren Strom und Heizung – in der extremen Winterkälte eine lebensbedrohliche Lage.

Selenskyj bezeichnete die Attacken als gezielten Terror gegen die Energieinfrastruktur. Er kritisierte, dass Russland die kältesten Wintertage nutze, um die Bevölkerung zu terrorisieren, anstatt Friedensgespräche ernsthaft voranzubringen. Energieminister Denys Schmyhal sprach auf Telegram von einem „Versuch eines winterlichen Völkermords“ an Zivilisten, die teilweise tagelang ohne Heizung zurückgelassen wurden.

Besuch des NATO-Generalsekretärs

Während der Angriffe war Mark Rutte in Kiew zu Gast. Der NATO-Chef legte Blumen am Mahnmal für gefallene Soldaten nieder, traf Präsident Selenskyj und sprach vor der Werchowna Rada. Rutte betonte die anhaltende Solidarität des Bündnisses mit der Ukraine und kritisierte die fortgesetzten russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur. Korrespondenten berichteten, dass während seines Aufenthalts in der Hauptstadt die Luftsirenen heulten und die Armee vor ballistischen Raketen warnte.

Politischer Kontext und Friedensgespräche

Der Angriff erfolgt nur einen Tag vor einer neuen Runde US-vermittelter Friedensgespräche in Abu Dhabi, an der Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA teilnehmen sollen. Selenskyj kündigte an, die Arbeit seines Verhandlungsteams anzupassen und „maximalen Druck“ auf Moskau auszuüben. Zuvor hatte er noch einen Rückgang der Angriffe auf Energieanlagen tagsüber als Erfolg der US-Vermittlung gewertet – der nächtliche Großangriff widerspricht dieser Entwicklung.

Analysten sehen in der Eskalation ein klassisches Muster: Russland nutzt die Kälte als Waffe gegen die Zivilbevölkerung, während die Ukraine auf internationale Unterstützung setzt. Die NATO beobachtet die Lage mit Sorge; Ruttes Besuch soll das Signal der Bündnis-Solidarität verstärken.

Die Reparaturarbeiten an der Infrastruktur laufen unter Hochdruck. Experten warnen jedoch, dass bei anhaltender Kälte die humanitären Folgen dramatisch bleiben könnten.

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By Sarah Koller

Sarah Koller schreibt vor allem zu Gesundheits- und Wissenschaftsthemen, behandelt aber auch soziale und historische Fragestellungen. Ihre Texte zeichnen sich durch Vielseitigkeit und die Fähigkeit aus, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten.

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