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  • 22. September 2026 16:53

Trump über Macht, internationale Regeln und nationale Interessen

ByDavid Aebischer

Jan. 10, 2026

US-Präsident Donald Trump hat in einem Gespräch mit Journalisten seine Sicht auf die Grenzen seiner Macht als Oberbefehlshaber erläutert. Auf die Frage, ob es Schranken für den Einsatz militärischer Mittel gebe, antwortete er: „Ja, da gibt es etwas. Meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich stoppen kann.“ Er fügte hinzu: „Ich brauche kein internationales Recht.“

Präsident Trump erklärte in einem Interview mit der New York Times, dass internationale Rechtsschranken für ihn nicht die zentrale Begrenzung seiner Entscheidungen darstellten. Vielmehr sei es sein eigenes moralisches Empfinden, das seine Handlungen begrenze, und seine Entscheidungen würden vor allem von der Einschätzung nationaler Interessen geleitet. Auf Nachfrage räumte er ein, dass internationale Rechtsnormen oder multilaterale Abkommen formal relevant seien, betonte jedoch: „Es kommt darauf an, wie man internationales Recht definiert.“

Die Aussagen des Präsidenten zeigen, dass er den Fokus klar auf nationale Interessen legt. Außenpolitische Entscheidungen sollen nach Trumps Vorstellung die internationale Position der USA stärken. Gleichzeitig zeigte er sich zurückhaltend gegenüber multilateralen Verpflichtungen, verwies jedoch auf die Rolle der NATO unter US-Führung und die Erwartung, dass Mitgliedsstaaten ihren Verteidigungsbeitrag leisten.

Zum Thema internationale Rüstungskontrolle äußerte Trump, dass bestehende Abkommen, etwa das Kernwaffenabkommen mit Russland, neu verhandelt werden sollten, um moderne Sicherheitsrealitäten und weitere Staaten wie China einzubeziehen. Er betonte, dass jede Situation individuell bewertet werde und seine Handlungen auf spezifischen Bedrohungen basierten.

Trump sprach auch über die strategische Bedeutung von Territorien wie Grönland. Er erklärte, dass Eigentum und Kontrolle über strategische Gebiete aus seiner Sicht entscheidend für die Position der USA seien. „Eigentum ist entscheidend“, sagte er. „Psychologisch brauche ich das für den Erfolg. Eigentum gibt dir Möglichkeiten, die du mit Verträgen nicht bekommst.“

Innenpolitisch räumte Trump ein, dass Gerichte und gesetzliche Regelungen die Umsetzung seiner Agenda einschränken könnten. Gleichzeitig verwies er auf alternative rechtliche Instrumente, darunter Notstandsregelungen, die in Bereichen wie Handelszölle Anwendung finden könnten.

Trumps Haltung zur internationalen Zusammenarbeit zeigt sich auch darin, dass seine Regierung sich aus bestimmten multilateralen Organisationen zurückgezogen hat. Dennoch betonte er die Bedeutung von Partnerschaften, die die nationale Sicherheit stärken.

Experten bewerten Trumps Ansatz unterschiedlich: Einige sehen darin eine klare Stärkung der US-Position durch konsequente Orientierung an nationalen Interessen. Andere warnen vor Risiken für die internationale Stabilität und die Einhaltung etablierter Rechtsnormen.

Insgesamt machen Trumps Äußerungen deutlich, dass er internationale Regeln und Präzedenzfälle flexibel interpretiert und primär danach handelt, welche Maßnahmen er für die Sicherheit und Stärke der USA für notwendig hält.

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By David Aebischer

David Aebischer ist Journalist und Autor mehrerer Bücher, darunter Romane und literarische Texte. Er schreibt zudem zu gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Themen. Seine Texte zeichnen sich durch Vielseitigkeit, klare Struktur und reflektierte Darstellung aus.

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