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  • 11. März 2026 10:53

Europa 2024: Wärmstes Jahr mit extremen Wetterereignissen – Copernicus-Bericht dokumentiert Klimafolgen

BySarah Koller

Feb. 13, 2026

2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in Europa. Der im April 2025 veröffentlichte Bericht European State of the Climate 2024 des Copernicus Climate Change Service (C3S) und der World Meteorological Organization (WMO) dokumentiert eine deutliche Zunahme extremer Wetterereignisse: weit verbreitete Überschwemmungen, schwere Stürme, Rekordhitze und Trockenheit in Teilen des Kontinents. Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit dem menschengemachten Klimawandel, wie IPCC und weitere Studien bestätigen.

Überschwemmungen und Stürme

Europa erlebte 2024 die ausgedehntesten Überschwemmungen seit über einem Jahrzehnt. Rund 30 % des Flussnetzes überschritten den „hohen“ Hochwasser-Schwellenwert, 12 % sogar den „schweren“. Stürme und Fluten forderten mindestens 335 Todesopfer und betrafen schätzungsweise 413.000 Menschen, mit geschätzten Schäden von mindestens 18 Milliarden Euro europaweit.

Besonders gravierend waren die Auswirkungen von Storm Boris im September 2024, der acht Länder in Zentral- und Osteuropa traf. Laut C3S/WMO erreichten Flüsse auf einer Länge von rund 8500 km mindestens das Doppelte ihres durchschnittlichen Jahresmaximums. In Spanien kam es zu katastrophalen Überschwemmungen in der Region Valencia, wie der ESOTC-Bericht festhält; genaue Zahlen zu Todesfällen und Schäden liegen hier jedoch nicht direkt vor.

Hitzewellen und Temperaturrekorde

Europa erwärmt sich schneller als der globale Durchschnitt. 2024 brachte Rekordtemperaturen in weiten Teilen Zentral-, Ost- und Südosteuropas. Hitzewellen traten häufiger und intensiver auf. Hitze zählt in Europa zu den bedeutendsten Ursachen wetterbedingter Todesfälle. Städte sind durch den urbanen Wärmeinseleffekt besonders gefährdet, was hitzebedingte Gesundheitsrisiken verstärkt.

Dürren und „Climate Hazard Flips“

Während West- und Mitteleuropa unter Starkregen litten, herrschten in Süd- und Osteuropa teils extreme Trockenperioden. Viele Regionen zeigen einen langfristigen Trend zu intensiveren Trockenphasen, die Landwirtschaft, Wasserversorgung und Ökosysteme belasten. Der rasche Wechsel zwischen extrem nassen und trockenen Bedingungen – als climate hazard flips bezeichnet – stellt eine wachsende Herausforderung dar.

Wissenschaftliche Einordnung

Erwärmte Atmosphäre nimmt mehr Feuchtigkeit auf und begünstigt intensivere Niederschläge; höhere Temperaturen verstärken Hitzewellen und Dürren. Der C3S/WMO-Bericht betont: Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Europa bereits messbar und werden sich ohne ambitionierte Emissionsminderung und Anpassungsmaßnahmen weiter verschärfen.

Quellen

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By Sarah Koller

Sarah Koller schreibt vor allem zu Gesundheits- und Wissenschaftsthemen, behandelt aber auch soziale und historische Fragestellungen. Ihre Texte zeichnen sich durch Vielseitigkeit und die Fähigkeit aus, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten.

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