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  • 14. Juni 2026 9:33

Fünf Jahre Covid-Impfung: Was wir wirklich wissen

ByLiselotte Hofer

Jan. 1, 2026

Fünf Jahre nach Beginn der Covid-19-Impfkampagne halten sich weiterhin Gerüchte und Mythen – von angeblichem „Turbo-Krebs“ bis hin zu Befürchtungen über Unfruchtbarkeit. Eine aktuelle Zusammenfassung des #Faktenfuchs gibt einen kompakten Überblick über die wissenschaftlich belegten Erkenntnisse der letzten fünf Jahre. Sie zeigt: Die Impfstoffe schützen zuverlässig vor schweren Erkrankungen, schwerwiegende Nebenwirkungen sind äußerst selten, und viele verbreitete Mythen entbehren jeder belastbaren Grundlage.

Die Impfkampagne in Deutschland startete offiziell am 27. Dezember 2020, einen Tag nach der ersten Impfung einer 101-jährigen Heimbewohnerin. Seitdem wurden über 200 Millionen Dosen verabreicht. Von Anfang an begleiteten Hoffnungen, Unsicherheiten und Desinformation die Kampagne. Der #Faktenfuchs hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich Studien, Expertenmeinungen und Daten aus der Praxis dokumentiert, um Fakten von Mythen zu unterscheiden.

Schutz vor schweren Verläufen bleibt hoch

Die Impfungen wirken weiterhin sehr zuverlässig, insbesondere gegen schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle. Studien mit US-Veteranen und dänischen Patientinnen und Patienten zeigen, dass Auffrischungsimpfungen die Hospitalisierungsrate und Sterblichkeit teilweise um mehr als 70 Prozent senken. Damit haben die Impfungen entscheidend dazu beigetragen, dass unser Gesundheitssystem nicht kollabierte.

Kommunikationsfehler in der Anfangsphase

Zu Beginn wurde der Schutz vor Infektionen überschätzt. Frühe Studien suggerierten einen 95-prozentigen Schutz – ein Wert, der sich später als unrealistisch herausstellte. Herdenimmunität durch Impfung war bei einem so infektiösen Virus nicht erreichbar. Der Fokus lag auf dem Schutz vor schweren Erkrankungen. Das wurde nicht immer klar vermittelt.

Sicherheit: Nebenwirkungen selten und überwacht
Schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten. Laut Paul-Ehrlich-Institut treten Verdachtsfälle bei etwa 3 von 10.000 Impfungen auf; kausale Zusammenhänge konnten nur in wenigen Fällen bestätigt werden. Unter über 60 Millionen Geimpften in Deutschland gab es 74 bestätigte Todesfälle, 36 davon nach einer AstraZeneca-Impfung. Auch seltene Effekte wie Myokarditis oder Sinusvenenthrombosen wurden früh erkannt und führten zu Anpassungen der Impfempfehlungen.

Wir wissen über die Covid-Impfstoffe wahrscheinlich mehr als über alle anderen Impfstoffe. Die global gesammelten Daten zeigen deutlich: Das Risiko schwerer Nebenwirkungen ist deutlich geringer als die Risiken einer Covid-19-Erkrankung.

Mythen ohne wissenschaftliche Grundlage

Behauptungen über „Turbo-Krebs“, Herzinfarkte oder Unfruchtbarkeit konnten in keiner Studie bestätigt werden. Bis heute gibt es keine belastbaren Hinweise, dass Impfungen die Fertilität beeinträchtigen. Selbst Krebspatienten profitieren: Studien zeigen, dass mRNA-Impfungen das Überleben während einer Immuntherapie positiv beeinflussen können.

Fünf Jahre nach Beginn der Impfkampagne zeigen die Analysen des #Faktenfuchs und weitere Daten aus der Praxis: Die Covid-Impfstoffe erfüllen ihre Hauptaufgabe – den Schutz vor schweren Krankheitsverläufen – zuverlässig. Seltene Nebenwirkungen werden kontinuierlich überwacht und bewertet. Diskussionen über hypothetische Risiken beruhen meist auf Fehlinformationen, nicht auf wissenschaftlicher Evidenz. Impfungen haben Leben gerettet und den Weg zurück zu einem weitgehend normalen Alltag geebnet.

Quellen: Zusammenfassung des #Faktenfuchs, BR24 Radio, 27.12.2025; DMZ-NEWS Berichterstattung 2020–2025

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By Liselotte Hofer

Liselotte Hofer ist freie Autorin bei DMZ-News und schreibt zu Themen aus den Bereichen Soziales, Kino, Kultur, Politik, Geschichte und Musik. Ihre Texte zeichnen sich durch fundierte Recherche und klare, verständliche Darstellung aus.

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