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  • 8. September 2026 20:29

Der “AI-Krieg” wird keinen Gewinner haben – aber Verlierer

ByDirk Specht

Aug. 22, 2026

KOMMENTAR

Ein lesenswerter, weil nicht technisch geschriebener Beitrag zur AI-Strategie Chinas. Wie immer eine seit Dekaden laufende für Dekaden geplante Strategie. Ebenfalls wie immer in allen öffentlichen Plänen und wissenschaftlichen Papern vom ersten Tag nachlesbar.

Was hier nicht formuliert ist: Es ist zu erwarten, dass niemand diesen «AI-Krieg» gewinnt, sondern ein Patt der leistungsfähigsten Technologien entsteht. Das könnte sich jedoch schneller als erwartet einstellen. Es wird sich aber kein statischer Zustand ergeben, sondern ein lange laufendes «Kopf an Kopf Rennen». Noch ist bei AI keine Grenzoptimierung in Sicht, die Fortschritte bleiben exponentiell wachsend.

Nur andeutungsweise, aber mit dem Begriff der «Atombombe» korrekt klassifiziert, ist die Bedeutung. So hat China erkannt, dass in allen Fragen der IT-Sicherheit und damit der Basis einer Industriegesellschaft sowohl auf der Angriffs- wie der Abwehrseite ohne führende AI zukünftig nichts mehr geht. Und selbst diese Feststellung ist nur eine von vielen in weiteren Segmenten: Industrielle Produktion, Logistik, Energiesysteme, Gesundheitssektor, alles, was wir heute wo auch immer Verwaltung nennen, wissenschaftliche Innovationen und nicht zu vergessen: Militärtechnologie.

Wenn ich prognostiziere, dass niemand diesen «AI-Krieg» gewinnt, so ist aber klar, wer ihn verliert: Derjenige, der ihn nicht führt, sondern gleich aufgibt. Europäische Sparpolitiker und leider unfassbar viele Sparentscheider im Unternehmenssektor bestellen lieber bei Palantir führende AI-Sicherheitssysteme und lassen brave Mini-AIs entwickeln, die irgendwelche Marginalfähigkeiten haben.

Bonmot zum Abschluss: Ich wollte mit einigen Kollegen unseren Ökonomie-Studierenden in einem Praxisseminar die Nutzung von AI näher bringen. Wurde zusammengestrichen. Grund: Zu hohe Reisekosten!

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By Dirk Specht

Dirk Specht ist deutscher Autor und Kommentator mit den Schwerpunkten Wirtschafts-, Energie- und Gesellschaftspolitik. Er veröffentlicht Analysen und Kommentare zu aktuellen Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Technologie. Zuvor war er Digitalchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und ist als Dozent und Gesprächspartner in Fachveranstaltungen aktiv. Seine Texte in der DMZ-News zeichnen sich durch analytische Tiefe und die klare Einbindung wirtschaftlicher und technischer Zusammenhänge aus.

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