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  • 18. Juli 2026 11:55

USA und Iran offenbar vor Rahmenabkommen – Trump spricht von Durchbruch, Teheran bleibt skeptisch

ByAnton Aeberhard

Juni 14, 2026

Washington/Teheran – Die Vereinigten Staaten und der Iran stehen offenbar vor einer politischen Verständigung, die den seit Jahren schwelenden Konflikt zumindest teilweise entschärfen könnte. US-Präsident Donald Trump sprach am Donnerstag von einer „grundsätzlichen Einigung“. Eine Unterzeichnung sei, so seine Darstellung, „in den kommenden Tagen“ möglich.

Nach übereinstimmenden Medienberichten von Reuters und Associated Press soll ein Rahmenpapier unter anderem eine Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie eine schrittweise Lockerung von US-Sanktionen vorsehen. In welcher Form das konkret ausgestaltet ist, bleibt bislang unklar. Auch der Zeitplan ist offenbar noch nicht festgezurrt. Die Atomfrage soll erst in einer späteren Verhandlungsrunde behandelt werden.

Pakistan, das in den Gesprächen nach eigenen Angaben vermittelnd tätig ist, spricht von einem „weitgehend abgestimmten Text“. Premierminister Shehbaz Sharif erklärte, eine Unterzeichnung werde vorbereitet, möglicherweise in Genf. Eine Bestätigung aus Washington oder Teheran liegt dazu nicht vor.

In Iran selbst wird die Lage deutlich zurückhaltender beschrieben. Außenminister Abbas Araghchi verwies darauf, dass von einer endgültigen Einigung keine Rede sein könne. Auch staatsnahe Medien berichten lediglich von einem Entwurf. Dieser sehe zwar eine schrittweise Öffnung der Straße von Hormus sowie eine Lockerung einzelner Sanktionen vor, sei aber weiterhin Gegenstand von Abstimmungen.

US-Präsident Trump widersprach unterdessen auf seiner Plattform Truth Social einzelnen iranischen Darstellungen. Diese hätten „nichts mit dem zu tun, was vereinbart wurde“, schrieb er. Aus dem Umfeld der US-Regierung heißt es, ein mögliches Abkommen würde zentrale Forderungen Washingtons abbilden – darunter eine längerfristige Begrenzung des iranischen Atomprogramms sowie Einschränkungen bei der Unterstützung militanter Gruppen.

Der Konflikt war im Frühjahr eskaliert, nachdem es zu amerikanischen und israelischen Angriffen auf iranische Ziele gekommen war. Iran reagierte mit Einschränkungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Durch die Meerenge wird ein erheblicher Teil des weltweiten Öltransports abgewickelt. In der Folge kam es zeitweise zu spürbaren Verwerfungen an den Energiemärkten.

Eine Einigung würde die Lage an den Märkten zumindest kurzfristig beruhigen, erwarten Beobachter. Gleichzeitig bleibt unklar, ob eine politische Verständigung tatsächlich trägt oder ob sie vor allem eine Pause in einem weiterhin angespannten Verhältnis darstellt.

Israel dringt unterdessen auf verbindliche Sicherheitsgarantien der USA, insbesondere mit Blick auf das iranische Atomprogramm. Auch europäische Regierungen verfolgen die Entwicklung aufmerksam. Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hatte zuletzt auf eine abgestimmte europäische Linie gedrängt.

Ob es tatsächlich in den nächsten Tagen zu einer Unterzeichnung kommt, ist offen. Die Erwartungen sind hoch, die Unsicherheiten ebenso. In Teheran gibt es zudem deutlichen innenpolitischen Widerstand gegen weitreichende Zugeständnisse.

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By Anton Aeberhard

Anton Aeberhard ist Journalist und schreibt zu gesundheitlichen, wissenschaftlichen sowie politischen und gesellschaftlichen Themen. Seine Beiträge befassen sich mit aktuellen Entwicklungen und deren Hintergründen. Seine Texte zeichnen sich durch analytische Tiefe und eine klare Gewichtung der zentralen Argumente aus.

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