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  • 18. Juli 2026 11:28

Mexiko und Südkorea starten erfolgreich in die WM – Ausschreitungen überschatten Eröffnungsabend

ByAnton Aeberhard

Juni 12, 2026

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat mit einem erfolgreichen Auftakt für Gastgeber Mexiko begonnen. Vor mehr als 80.000 Zuschauern im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt setzte sich die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre mit 2:0 gegen Südafrika durch und beendete damit eine bemerkenswerte Serie: Erstmals gewann Mexiko ein WM-Eröffnungsspiel.

Bereits in der neunten Minute brachte Julián Quiñones die Gastgeber in Führung und sorgte für Ekstase auf den Rängen. Südafrika fand nur schwer ins Spiel und geriet nach einer Roten Karte gegen Sphephelo Sithole kurz nach der Pause zusätzlich unter Druck. Raúl Jiménez erhöhte in der 67. Minute per Kopf auf 2:0 und stellte die Weichen endgültig auf Sieg. In einer zunehmend hitzigen Partie sahen später auch Themba Zwane auf südafrikanischer sowie César Montes auf mexikanischer Seite die Rote Karte. Insgesamt musste Schiedsrichter drei Platzverweise aussprechen.

Neben dem sportlichen Erfolg sorgte auch der erst 17-jährige Gilberto Mora für Aufmerksamkeit. Der Offensivspieler wurde eingewechselt und avancierte zum jüngsten WM-Spieler in der Geschichte Mexikos.

Südkorea dreht Rückstand gegen Tschechien

Auch das zweite Spiel der Gruppe A bot Spannung. In Guadalajara setzte sich Südkorea nach Rückstand mit 2:1 gegen Tschechien durch. Die Tschechen, die erstmals seit 2006 wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten sind, gingen in der 59. Minute durch einen Kopfball ihres Kapitäns Ladislav Krejčí in Führung.

Die Antwort der Asiaten ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In-beom Hwang erzielte den Ausgleich, bevor Joker Hyeon-gyu Oh zehn Minuten vor Schluss den Siegtreffer markierte. Besonders Hwang prägte die Begegnung mit seinem Tor und der Vorlage zum entscheidenden Treffer. Superstar Son Heung-min blieb dagegen über weite Strecken unauffällig.

Durch den Erfolg zog Südkorea mit Mexiko gleich und etablierte sich früh als ernsthafter Kandidat für den Einzug in die K.-o.-Phase. Das direkte Duell zwischen beiden Gewinnern des ersten Spieltags dürfte bereits richtungsweisenden Charakter besitzen.

Proteste und Ausschreitungen vor dem Stadion

Überschattet wurde der Eröffnungsabend von schweren Ausschreitungen außerhalb des Aztekenstadions. Während im Stadion Fußballfeststimmung herrschte, lieferten sich nach Berichten mehrerer Medien rund 2.000 Demonstrierende teils gewaltsame Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Dabei flogen Steine und Leuchtraketen, einzelne U-Bahn-Stationen mussten zeitweise geschlossen werden. Die Polizei erklärte später, die Lage unter Kontrolle gebracht zu haben.

Hintergrund der Proteste waren Forderungen von Lehrergewerkschaften sowie Angehörigen vermisster Personen. Die Demonstrierenden wollten die weltweite Aufmerksamkeit rund um die Weltmeisterschaft nutzen, um auf ungelöste gesellschaftliche Probleme in Mexiko aufmerksam zu machen. Nach offiziellen Angaben gelten im Land weiterhin mehr als 130.000 Menschen als vermisst.

Auch während der Eröffnungsfeier kam es zu vereinzelten Buhrufen gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die festliche Inszenierung mit Musik- und Showeinlagen konnte die politischen Spannungen im Umfeld des Turniers nur teilweise überdecken.

Erste Tabelle der Gruppe A

MannschaftPunkteTore
Mexiko32:0
Südkorea32:1
Tschechien01:2
Südafrika00:2

Nach dem ersten Spieltag steht Mexiko dank des besseren Torverhältnisses an der Spitze der Gruppe A. Der Gastgeber hat damit den erhofften Traumstart geschafft. Gleichzeitig zeigte Südkorea mit seiner erfolgreichen Aufholjagd gegen Tschechien, dass die Gruppe keineswegs zur Formsache für die Mexikaner werden dürfte. Die nächsten Begegnungen könnten bereits eine Vorentscheidung im Rennen um die Achtelfinalplätze bringen.

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By Anton Aeberhard

Anton Aeberhard ist Journalist und schreibt zu gesundheitlichen, wissenschaftlichen sowie politischen und gesellschaftlichen Themen. Seine Beiträge befassen sich mit aktuellen Entwicklungen und deren Hintergründen. Seine Texte zeichnen sich durch analytische Tiefe und eine klare Gewichtung der zentralen Argumente aus.

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