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  • 18. Juli 2026 11:02

Zwischen Spektakel und Rekordformat: WM 2026 wird im Aztekenstadion eröffnet

ByAnton Aeberhard

Juni 11, 2026

Mexiko-Stadt – Das Aztekenstadion liegt am Donnerstagabend im Scheinwerferlicht, wie es nur wenige Arenen dieser Welt kennen. Hier, wo bereits zwei Weltmeisterschaften ihre Bilder gefunden haben, eröffnet die Fußball-WM 2026 ihr bislang größtes Turnierformat. Mexiko trifft zum Auftakt auf Südafrika – ein Spiel, das sportlich kaum über sich hinausweist, aber symbolisch viel trägt: den Beginn einer Endrunde mit 48 Mannschaften, verteilt auf drei Gastgeberländer.

Schon vor dem Anpfiff gehört die Bühne jedoch nicht allein dem Fußball. Die FIFA setzt erneut auf eine Mischung aus Sport und Popkultur, wie sie für große Turniere längst charakteristisch geworden ist. Im Zentrum der Eröffnungsfeier steht die kolumbianische Sängerin Shakira, die gemeinsam mit weiteren Künstlern den offiziellen WM-Song präsentiert. Es ist ein bewährtes Rezept: globale Musik, globale Bilder, globales Publikum.

Dass das Turnier im erweiterten Format stattfindet, ist mehr als eine organisatorische Randnotiz. 48 Teams bedeuten 104 Spiele – und eine Ausdehnung, die längst nicht nur Begeisterung auslöst. Die Befürworter sprechen von Öffnung und neuer Teilhabe, von Chancen für bislang randständige Fußballnationen. Kritiker dagegen verweisen auf eine Überdehnung des Wettbewerbs, auf sportliche Unwuchten und eine wachsende Kluft zwischen Anspruch und Kommerz.

Das Aztekenstadion selbst liefert dabei eine historische Kulisse. Als erstes Stadion weltweit richtet es bereits zum dritten Mal ein WM-Spiel aus, nach 1970 und 1986. Die Arena wirkt in solchen Momenten weniger wie ein Fußballstadion als wie ein Archiv der Turniergeschichte – ein Ort, an dem sich Erinnerungen überlagern.

In Deutschland wird der Auftakt parallel im ZDF und beim Streamingdienst MagentaTV übertragen. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen setzt dabei auf ein ausgedehntes Vorlaufprogramm mit Experten wie Per Mertesacker und Christoph Kramer, während der kostenpflichtige Anbieter die Spiele vollständig abbildet.

Sportlich bleibt der Auftakt zunächst offen in seiner Bedeutung. Mexiko startet mit dem Heimvorteil und der Erwartung eines gelungenen Beginns, Südafrika reist als Außenseiter an, der vor allem auf Stabilität und einen günstigen Moment hoffen muss. Mehr als das Ergebnis wird jedoch der Eindruck zählen, mit dem dieses Turnier in die nächsten Wochen geht.

Denn dieser erste Abend markiert weniger einen Abschluss als einen Beginn – den eines Turniers, das sich selbst größer gemacht hat als je zuvor.

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By Anton Aeberhard

Anton Aeberhard ist Journalist und schreibt zu gesundheitlichen, wissenschaftlichen sowie politischen und gesellschaftlichen Themen. Seine Beiträge befassen sich mit aktuellen Entwicklungen und deren Hintergründen. Seine Texte zeichnen sich durch analytische Tiefe und eine klare Gewichtung der zentralen Argumente aus.

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