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  • 14. Juni 2026 8:43

Israelische Armee meldet Einnahme des Beaufort-Höhenzugs im Südlibanon

ByAnton Aeberhard

Juni 2, 2026

Beirut/Jerusalem – Die israelische Armee hat im Rahmen ihrer Bodenoffensive im Südlibanon die Kontrolle über den Beaufort-Höhenzug einschließlich der historischen Kreuzfahrerburg übernommen. Nach Angaben des Militärs handelt es sich um den tiefsten Vorstoß israelischer Bodentruppen in libanesisches Gebiet seit dem Abzug im Jahr 2000.

Die Golani-Brigade habe nach mehrtägigen Luftangriffen und schweren Gefechten die Position auf dem markanten Bergrücken bei Nabatiyeh eingenommen, teilte das israelische Militär (IDF) mit. Die Burg Qalaat al-Shaqif liegt auf etwa 700 Metern Höhe oberhalb des Litani-Flusstals und bietet weite Sicht über Teile des Südlibanon und Nordisraels. Israelische Stellen erklärten, die Hisbollah habe den Höhenzug zur Aufklärung sowie als Ausgangspunkt für Raketenangriffe genutzt.

Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, die Truppen sollten in dem Gebiet verbleiben, um eine sogenannte Sicherheitszone zu sichern. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einer „dramatischen Veränderung“ und ordnete eine Ausweitung der Operationen an. Der Vorstoß erfolgt im Kontext weiterhin anhaltender Gefechte entlang der Grenze.

Militärische Beobachter werten die Einnahme des Höhenzugs als potenziell bedeutsam für die weitere Entwicklung der Kämpfe. Die Kontrolle des Geländes könnte der Hisbollah künftige Angriffe auf israelisches Gebiet erschweren und Israel die Einrichtung einer Pufferzone ermöglichen. Gleichzeitig wächst die Sorge vor einer weiteren Destabilisierung des Libanon.

Libanesische Stellen berichteten von neuen israelischen Luft- und Artillerieangriffen im Süden des Landes. Unabhängige Angaben zu möglichen Verlusten auf beiden Seiten lagen zunächst nicht vor.

Aus Europa kam Kritik an dem israelischen Vorgehen. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sprach von einem „Anlass zu ernsthafter Sorge“. Eine weitere Eskalation könne die Lage verschärfen und neue Fluchtbewegungen auslösen, sagte er. Frankreich forderte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats.

Israel weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf sein Selbstverteidigungsrecht gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah, die nach israelischer Darstellung weiterhin gegen bestehende Vereinbarungen verstößt.

Die Lage im israelisch-libanesischen Grenzgebiet bleibt angespannt. Ob die Einnahme des Beaufort-Höhenzugs langfristig zu einer Stabilisierung führt oder eine weitere Eskalation nach sich zieht, ist offen.

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By Anton Aeberhard

Anton Aeberhard ist Journalist und schreibt zu gesundheitlichen, wissenschaftlichen sowie politischen und gesellschaftlichen Themen. Seine Beiträge befassen sich mit aktuellen Entwicklungen und deren Hintergründen. Seine Texte zeichnen sich durch analytische Tiefe und eine klare Gewichtung der zentralen Argumente aus.

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