Möchten Sie Push-Benachrichtigungen von unserer Zeitung erhalten? Ja Nein, danke
  • 14. Juni 2026 8:48

Neue Hoffnung im Umgang mit Covid-19: Eine Tablette soll Infektionen nach Kontakt verhindern

ByLena Wallner

Mai 19, 2026

Erstmals gibt es belastbare Hinweise, dass sich eine Covid-19-Infektion auch noch nach engem Kontakt mit einem Infizierten verhindern lässt – mit einer Tablette. Die Ergebnisse einer großen klinischen Studie wurden jetzt im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Untersucht wurde der antivirale Wirkstoff Ensitrelvir des japanischen Herstellers Shionogi, der in Japan bereits unter dem Namen Xocova zugelassen ist. Die Studienteilnehmer lebten mit einer infizierten Person im selben Haushalt und erhielten das Medikament, sobald der positive Test des Mitbewohners bekannt wurde.

Das Resultat fiel deutlich aus: In der Placebogruppe entwickelten 9,0 Prozent der Teilnehmer eine symptomatische Infektion, unter Ensitrelvir waren es 2,9 Prozent. Das entspricht einer Risikoreduktion von 67 Prozent. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei älteren Menschen und Teilnehmern mit Vorerkrankungen.

Der Ansatz einer „Pille danach“ gegen Covid-19 gilt seit Beginn der Pandemie als medizinisch interessant, ließ sich bislang aber nicht überzeugend umsetzen. Während Impfstoffe vor einer Ansteckung schützen sollen und Paxlovid schwere Verläufe abmildert, gab es bislang kein oral verfügbares Mittel, das zuverlässig den Ausbruch der Erkrankung nach einer Exposition verhindert.

Genau deshalb wird die neue Studie in der Fachwelt aufmerksam aufgenommen. Besonders für Risikogruppen – immungeschwächte Patienten, Hochbetagte oder Bewohner von Pflegeeinrichtungen – könnte Ensitrelvir eine zusätzliche Option werden.

Noch ist allerdings offen, wie gut das Mittel gegen aktuelle und künftige Virusvarianten wirkt, ob es sich im Alltag bewährt und ob ein breiter Einsatz sinnvoll wäre. Eine Zulassung für die Postexpositionsprophylaxe steht ebenfalls noch aus. Viele Fachleute betonen: Das Mittel kann Impfungen nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen.

Wenn Sie einen Fehler entdecken, der Ihrer Meinung nach korrigiert werden sollte, teilen Sie ihn uns bitte mit, indem Sie an feedback@dmz-news.online schreiben. Wir sind bestrebt, eventuelle Fehler zeitnah zu korrigieren, und Ihre Mitarbeit erleichtert uns diesen Prozess erheblich.

Bitte geben Sie in Ihrer E-Mail die folgenden Informationen sachlich an: Ort des Fehlers: Geben Sie uns die genaue URL/Webadresse an, unter der Sie den Fehler gefunden haben.

Beschreibung des Fehlers:

Teilen Sie uns bitte präzise mit, welche Angaben oder Textpassagen Ihrer Meinung nach korrigiert werden sollten und auf welche Weise. Wir sind offen für Ihre sinnvollen Vorschläge.

Belege: Idealerweise fügen Sie Ihrer Nachricht Belege für Ihre Aussagen hinzu, wie beispielsweise Webadressen. Das erleichtert es uns, Ihre Fehler- oder Korrekturhinweise zu überprüfen und die Korrektur möglichst schnell durchzuführen. Wir prüfen eingegangene Fehler- und Korrekturhinweise so schnell wie möglich.

Vielen Dank für Ihr konstruktives Feedback!

Seit unserer Gründung setzt sich die DMZ dafür ein, dass verlässliche Informationen für alle zugänglich sind. In einer Zeit, in der Desinformation und soziale Medien die Nachrichtenlandschaft prägen, ist unabhängiger Journalismus wichtiger denn je.

Wir glauben daran, dass jede:r das Recht hat, faktenbasierte, hochwertige Nachrichten zu erhalten – ohne Paywall und ohne Unterbrechungen. Unser Ziel ist es, Journalismus zu machen, der informiert, erklärt und Vertrauen schafft.

Unsere Leser:innen sind das Herzstück dieser Arbeit. Nur durch Ihre Unterstützung können wir weiterhin unabhängig, kritisch und engagiert berichten. Jeder Beitrag – egal wie klein – hilft uns, dieses Ziel zu erreichen.

Helfen Sie mit, Journalismus frei zugänglich zu halten. Unterstützen Sie die DMZ noch heute.

By Lena Wallner

Lena Wallner ist Journalistin und behandelt vor allem politische und gesellschaftliche Themen. Sie schreibt über aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ihre Texte zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Netzwerk und die Einbindung relevanter Quellen aus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert