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  • 14. Juni 2026 9:46

USA: Eltern lehnen Vitamin-K-Spritze ab – Fälle schwerer Blutungen bei Neugeborenen

ByLena Wallner

Mai 19, 2026

In den Vereinigten Staaten sind Fälle dokumentiert worden, in denen Neugeborene an schweren Blutungen erkrankt oder gestorben sind, nachdem Eltern die routinemäßig empfohlene Vitamin-K-Prophylaxe unmittelbar nach der Geburt abgelehnt hatten. Kinderärzte und Gesundheitsbehörden beobachten solche Entwicklungen mit Sorge vor dem Hintergrund zunehmender Skepsis gegenüber medizinischen Standardmaßnahmen.

Die einmalige Gabe von Vitamin K gilt in vielen Ländern seit Jahrzehnten als Standard. Sie soll die hämorrhagische Erkrankung des Neugeborenen (VKDB) verhindern, eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Gerinnungsstörung. Neugeborene verfügen nur über geringe Vitamin-K-Reserven, sodass es ohne Prophylaxe in den ersten Lebenswochen zu inneren Blutungen kommen kann, insbesondere im Gehirn.

Mediziner bezeichnen entsprechende Fälle als tragisch und grundsätzlich vermeidbar. In einzelnen Regionen der USA berichten Kliniken von Eltern, die die Vitamin-K-Gabe ablehnen. Gründe dafür reichen von dem Wunsch nach einem möglichst „natürlichen“ Geburtsverlauf bis hin zu Misstrauen gegenüber medizinischen Empfehlungen. Soziale Medien tragen teilweise zur Verbreitung unbelegter Risiken bei.

Fachgesellschaften betonen, dass die intramuskuläre Vitamin-K-Gabe seit Jahrzehnten als sicher und wirksam gilt. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten, während der Nutzen klar belegt ist. Das Risiko schwerer Blutungen ist bei ungeimpften beziehungsweise nicht behandelten Neugeborenen deutlich erhöht.

Kinderärzte warnen vor einem besorgniserregenden Muster. Während die Säuglingssterblichkeit in vielen Ländern langfristig gesunken ist, könnten vermeidbare Einzelfälle durch die Ablehnung bewährter medizinischer Maßnahmen wieder zunehmen. Fachleute fordern daher eine frühzeitige und bessere Aufklärung werdender Eltern bereits in der Schwangerschaft.

Im Unterschied zu Impfungen gibt es in den USA keine bundesweite Pflicht zur Vitamin-K-Gabe. Die Gesundheitsbehörden empfehlen sie jedoch ausdrücklich unmittelbar nach der Geburt.

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By Lena Wallner

Lena Wallner ist Journalistin und behandelt vor allem politische und gesellschaftliche Themen. Sie schreibt über aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ihre Texte zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Netzwerk und die Einbindung relevanter Quellen aus.

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