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  • 16. Mai 2026 10:12

Während Deutschland Kleinigkeiten zählt – die Eskalation in Hormuz

ByAnton Aeberhard

Mai 5, 2026

KOMMENTAR

Während sich die deutsche Berichterstattung vor allem mit einem Auto in einer Fußgängerzone und einem Virus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff beschäftigt, greift der Iran parallel Schiffe in der Straße von Hormuz sowie einen wichtigen Ölhafen jenseits der Meerenge an. Einen Hafen, an dem eine Pipeline endet, die eigentlich eine Umgehung Hormuz’ ermöglichen soll.

Daran ist nichts überraschend. Mit der neuesten Drohnentechnologie kann auch ein unterlegener Gegner praktisch jedes Ziel treffen, das er treffen will. Das lässt sich kaum verhindern.

Ein Exit aus diesem fahrlässigen Konflikt wird extrem schwer. Diese Aktion sollte man als Teil der laufenden „Verhandlungen“ mit militärischen Mitteln verstehen. Welcher Waffenstillstand auch immer erreicht wird: Niemand sollte glauben, er führe zu einer stabileren Lage als zuvor. Dieser Krieg züchtet nur den nächsten – das war vorher schon absehbar.

Wir müssen endlich strategisch und langfristig denken. Die Welt des freien Handels ist vorbei, ebenso die der ungestörten freien Handelswege. Sie mag eines Tages zurückkehren, aber vermutlich erst dann, wenn ihre Störung keine Wirkung mehr entfaltet.

In Asien hat man diese Realität längst verstanden. Europa sollte endlich aufwachen. Hormuz ist weit mehr als nur Hormuz – und es ist nicht vorbei. Bei der Energieversorgung beginnt es, hört dort aber bei weitem nicht auf.

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By Anton Aeberhard

Anton Aeberhard ist Journalist und schreibt zu gesundheitlichen, wissenschaftlichen sowie politischen und gesellschaftlichen Themen. Seine Beiträge befassen sich mit aktuellen Entwicklungen und deren Hintergründen. Seine Texte zeichnen sich durch analytische Tiefe und eine klare Gewichtung der zentralen Argumente aus.

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