KOMMENTAR
Spannendes von der AI-Front. Die eher kritischeren Berichte über OpenAI häufen sich. Das WSJ berichtet schon länger über Planverfehlungen und wachsende Lücken zwischen Kapitaleinsatz und Geschäftsmodell.
Jetzt hat Microsoft sich entflechtet, was von außen schwer bewertbar ist, das WSJ legte gestern mit einem sehr kritischen Exklusivbeitrag nach.
Ich halte weiter den Blasenbegriff für falsch, Vergleiche zur sogenannten Dotcom-Blase, die aus meiner Sicht auch keine war, sind falsch. Richtig ist aus meiner Sicht die Feststellung einer typischen Selektion in einer ökonomisch fundamental bedeutenden Innovationsphase. Da gibt es Gewinner und Verlierer, die Innovation wird aber durch diese Auslese sogar getrieben.
Das haben die Kapitalmärkte um die 2000er letztlich getan, wenn man Börsenaufschwung, Korrektur und Aufstieg der großen Digitalwirtschaft (hüstel, in den USA) zusammen fasst. Diese Selektion läuft derzeit viel schneller und effizienter. Daher erwarte ich keine kollektive Korrektur und so etwas wie einen «Crash» auch allenfalls aus dem Finanzsektor, falls einzelne Ausfälle mal wieder mit Kapitalhebeln im Finanzsektor multiplizierte Kettenreaktionen auslösen.
Dass es AI-Werte und AI-Benachteiligte erwischen wird, ist klar. Sollte OpenAI dabei sein, wird es etwas lauter, denn das wäre schon ein größeres Loch in einer der größeren Nahrungsketten. Jeder sollte wissen, in welcher dieser Ketten man investiert ist und in welcher besser nicht.
Einordnung: Wer «Überkapazitäten» der chinesischen PV, Batterie und E-Auto Sektoren kritisiert, hat das nicht verstanden. China hat es verstanden. Es wäre wichtig, dass Europa so etwas versteht und endlich zulässt, statt zu meinen, man müsse oder könne es verhindern. Das erzeugt nämlich nur Verlierer.
Bei AI wird diese Selektion besonders intensiv. Als einzelner mag man sich positionieren, wie man will. Europa scheint sich kollektiv raus zu halten. Kapitaleinsatz gilt hier als zu teuer und zu riskant, Innovation rechnet sich nicht.
Falls OpenAI fällt, werden diese dummen Stimmen sich bestätigt fühlen.
Fatal.
Fehler- und Korrekturhinweise
Wenn Sie einen Fehler entdecken, der Ihrer Meinung nach korrigiert werden sollte, teilen Sie ihn uns bitte mit, indem Sie an feedback@dmz-news.online schreiben. Wir sind bestrebt, eventuelle Fehler zeitnah zu korrigieren, und Ihre Mitarbeit erleichtert uns diesen Prozess erheblich.
Bitte geben Sie in Ihrer E-Mail die folgenden Informationen sachlich an: Ort des Fehlers: Geben Sie uns die genaue URL/Webadresse an, unter der Sie den Fehler gefunden haben.
Beschreibung des Fehlers:
Teilen Sie uns bitte präzise mit, welche Angaben oder Textpassagen Ihrer Meinung nach korrigiert werden sollten und auf welche Weise. Wir sind offen für Ihre sinnvollen Vorschläge.
Belege: Idealerweise fügen Sie Ihrer Nachricht Belege für Ihre Aussagen hinzu, wie beispielsweise Webadressen. Das erleichtert es uns, Ihre Fehler- oder Korrekturhinweise zu überprüfen und die Korrektur möglichst schnell durchzuführen. Wir prüfen eingegangene Fehler- und Korrekturhinweise so schnell wie möglich.
Vielen Dank für Ihr konstruktives Feedback!
Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus
Seit unserer Gründung setzt sich die DMZ dafür ein, dass verlässliche Informationen für alle zugänglich sind. In einer Zeit, in der Desinformation und soziale Medien die Nachrichtenlandschaft prägen, ist unabhängiger Journalismus wichtiger denn je.
Wir glauben daran, dass jede:r das Recht hat, faktenbasierte, hochwertige Nachrichten zu erhalten – ohne Paywall und ohne Unterbrechungen. Unser Ziel ist es, Journalismus zu machen, der informiert, erklärt und Vertrauen schafft.
Unsere Leserinnen und Leser sind das Herzstück dieser Arbeit. Nur durch Ihre Unterstützung können wir weiterhin unabhängig, kritisch und engagiert berichten. Jeder Beitrag – egal wie klein – hilft uns, dieses Ziel zu erreichen.
Helfen Sie mit, Journalismus frei zugänglich zu halten. Unterstützen Sie die DMZ noch heute.
