Bern – Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zeichnet sich im März 2026 eine erste leichte Entspannung ab. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Im Jahresvergleich bleibt die Lage jedoch angespannt.
Gemäß den neuesten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende März 146’255 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. Das sind 4’821 Personen weniger als im Februar (−3,2 %). Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent.
Im Vergleich zum März 2025 liegt die Zahl der Arbeitslosen jedoch um rund 10,3 Prozent höher – ein Plus von mehr als 13’000 Personen.
Saisonbereinigt kaum Dynamik
Die übliche Frühjahrsbelebung fiel 2026 schwächer aus als in früheren Jahren. Saisonbereinigt zeigte der Arbeitsmarkt nur wenig Bewegung. Dafür dürften unter anderem die verhaltene Konjunktur und die schwache Nachfrage in exportorientierten Branchen eine Rolle spielen.
Unterschiede nach Regionen und Personengruppen
Deutliche Unterschiede bleiben bestehen: In der Westschweiz und im Tessin liegt die Arbeitslosenquote weiterhin spürbar über dem Landesdurchschnitt, während die Deutschschweiz vergleichsweise stabil bleibt. Ausländische Arbeitskräfte sind überdurchschnittlich häufig betroffen.
Bei den 15- bis 24-Jährigen gab es eine leichte Entspannung. Besonders kritisch bleibt hingegen die Langzeitarbeitslosigkeit: Wer länger als ein Jahr ohne Stelle ist, hat deutlich schlechtere Chancen auf eine rasche Wiedereingliederung.
Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen blieb im März weitgehend unverändert und liegt weiter unter den Höchstwerten der vergangenen Jahre.
Keine Entwarnung
Der Rückgang im März ist ein positives Signal, reicht aber nicht aus, um von einer Trendwende zu sprechen. Experten rechnen vor dem Hintergrund der internationalen Konjunkturlage und der Stärke des Frankens auch in den kommenden Monaten mit einer verhaltenen Entwicklung.
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