Washington – Präsident Donald Trump hat die US-Generalbundesanwältin Pam Bondi mit sofortiger Wirkung aus ihrem Amt entlassen. Die 59-jährige Republikanerin, eine langjährige Vertraute Trumps und frühere Justizministerin des Bundesstaates Florida, stand rund 14 Monate an der Spitze des Justizministeriums.
Trump gab die Entscheidung am Donnerstag über seine Plattform Truth Social bekannt. In der Mitteilung erklärte er, Bondi werde «in eine dringend benötigte und wichtige neue Position im privaten Sektor» wechseln. Details dazu sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Als Interimsnachfolger ernannte Trump den bisherigen stellvertretenden Justizminister Todd Blanche.
In seiner Erklärung bezeichnete Trump Bondi als «loyalen Freund» und «Patrioten», der bei der Kriminalitätsbekämpfung «eine herausragende Arbeit» geleistet habe. Gleichzeitig berichten mehrere Medien unter Berufung auf Quellen aus der Regierung, Trump habe sich in den vergangenen Wochen zunehmend unzufrieden mit Bondis Amtsführung gezeigt. Als Gründe werden unter anderem der Umgang mit Unterlagen im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sowie aus Sicht des Präsidenten eine zu wenig konsequente Verfolgung politischer Gegner genannt. Eine offizielle Stellungnahme Bondis zu ihrer Entlassung liegt bislang nicht vor.
Die Entlassung markiert das Ende einer politisch umstrittenen Amtszeit. Bondi war im Januar 2025 vom Senat bestätigt worden und galt als enge Verbündete Trumps. Während ihrer Amtszeit wurden im Justizministerium umfangreiche personelle Veränderungen vorgenommen. Beobachter werteten dies als Versuch, die Behörde stärker an den politischen Prioritäten des Präsidenten auszurichten. Kritiker sahen darin eine Gefährdung der traditionellen Unabhängigkeit des Ministeriums gegenüber dem Weissen Haus.
Bondis Abgang ist bereits die zweite personelle Veränderung auf Kabinettsebene in diesem Jahr. Erst im März hatte Trump die damalige Heimatschutzministerin Kristi Noem aus dem Amt entlassen. Die wiederholten Wechsel an zentralen Stellen der Regierung werden von Beobachtern als Ausdruck hoher Erwartungen des Präsidenten an sein Führungspersonal gewertet.
Todd Blanche, der nun interimistisch die Leitung des Justizministeriums übernimmt, war zuvor als persönlicher Anwalt Trumps tätig und vertrat ihn unter anderem im New Yorker Verfahren im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen. Ob Blanche dauerhaft für das Amt nominiert wird, ist derzeit offen.
Die Entlassung erfolgt in einer Phase, in der das Justizministerium weiterhin mit den Folgen politisch sensibler Entscheidungen der vergangenen Monate befasst ist. Beobachter erwarten eine mögliche Neuausrichtung der Behörde. Ob diese zu mehr Stabilität oder zu weiteren personellen Veränderungen führen wird, bleibt abzuwarten.
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