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  • 12. April 2026 11:13

„No Kings“-Proteste: Millionen Menschen demonstrieren gegen die Trump-Regierung

ByLena Wallner

März 29, 2026

Am 28. März 2026 haben in den USA landesweit Proteste unter dem Motto „No Kings“ stattgefunden. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich mehrere Millionen Menschen an über 3.000 Veranstaltungen in allen 50 Bundesstaaten. Zudem gab es Solidaritätskundgebungen im Ausland. Damit handelt es sich um die dritte große Mobilisierung dieser Art, nach ähnlichen Protesten im Juni und Oktober 2025. Die Organisatoren sprechen von weltweit acht bis neun Millionen Teilnehmern, unabhängige Gesamtzahlen liegen bislang jedoch nicht vor. Frühere „No Kings“-Proteste hatten nach Schätzungen ebenfalls mehrere Millionen Menschen auf die Straßen gebracht.

Kritik an Politikfeldern der Trump-Regierung

Die Demonstrationen richteten sich gegen eine Reihe von Entscheidungen der Trump-Regierung. Besonders im Fokus standen:

  • die verschärfte Migrationspolitik und die verstärkten Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE, die vereinzelt auch tödliche Zwischenfälle zur Folge hatten;
  • der militärische Konflikt mit dem Iran, der seit mehreren Wochen andauert;
  • Kürzungen im Gesundheits- und Forschungsbereich; sowie
  • die steigenden Lebenshaltungskosten.

Viele Teilnehmer warfen der Regierung vor, demokratische Institutionen zu schwächen und Macht zu stark zu zentralisieren. Der Slogan „No Kings“ wurde zu einem Symbol gegen eine als übermäßig autoritär empfundene Amtsführung.

Rhetorik und prominente Beteiligung

Auf einigen Kundgebungen wurden deutliche Parolen laut, unter anderem Bezeichnungen der Regierung als „faschistisch“. Die Bewegung erhielt prominente Unterstützung: Musiker Bruce Springsteen trat bei der Großkundgebung in St. Paul (Minnesota) auf und spielte den Song „Streets of Minneapolis“. Auch Senator Bernie Sanders und weitere demokratische Politiker:innen riefen zur Teilnahme auf.

Die Proteste fanden nicht nur in großen Städten wie New York, Washington und Los Angeles statt, sondern auch in kleineren Städten und ländlich-konservativen Regionen. Organisatoren betonten, dass ein wachsender Anteil der Veranstaltungen außerhalb der Metropolen organisiert wurde. Parallel gab es Solidaritätskundgebungen in europäischen Städten, darunter Berlin und Paris.

Reaktionen aus Politik und Weisem Haus

Vertreter:innen der Demokratischen Partei begrüßten die Proteste als Ausdruck demokratischer Meinungsäußerung. Das Weiße Haus und republikanische Politiker:innen wiesen die Demonstrationen zurück. Eine Sprecherin des Weißen Hauses bezeichnete sie als „Trump Derangement Therapy Sessions“ und betonte, dass sie vor allem von linken Netzwerken organisiert würden. Einzelne republikanische Stimmen sprachen von „Hate America Rallies“.

Die meisten Veranstaltungen verliefen friedlich. Vereinzelt kam es zu Zwischenfällen und Festnahmen.

Ob die Proteste konkrete politische Folgen haben werden, bleibt offen. Sie zeigen jedoch das anhaltend hohe Mobilisierungspotenzial der Opposition gegen die aktuelle Regierung sowie die tiefe gesellschaftliche Polarisierung in den USA. Die exakte Teilnehmerzahl und die langfristige Bedeutung der Bewegung sind weiterhin Gegenstand unterschiedlicher Einschätzungen.

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By Lena Wallner

Lena Wallner ist Journalistin und behandelt vor allem politische und gesellschaftliche Themen. Sie schreibt über aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ihre Texte zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Netzwerk und die Einbindung relevanter Quellen aus.

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