Rom – In Rom sorgt eine ungewöhnliche Vortragsreihe für Aufsehen: Der US-amerikanische Tech-Unternehmer und Investor Peter Thiel spricht vom 15. bis 18. März über das Thema „Der Antichrist“. Die Veranstaltung ist ausschließlich für geladene Gäste aus akademischen Kreisen, Wirtschaft und konservativen Netzwerken zugänglich; Aufzeichnungen oder Berichterstattung sind nicht erlaubt.
Veranstaltet wird das Seminar vom Kulturverein „Associazione Culturale Vincenzo Gioberti“ aus Brescia. Thiel gilt als Denker, der klassische und christliche Ideen aufgreift und die Entwicklungen des modernen Westens kritisch analysiert. Die Organisatoren betonen, dass seine Thesen kontrovers sind, aber zum Nachdenken über Demokratie, Freiheit und technologische Entwicklungen anregen sollen.
Bekannt ist Thiel als Mitgründer von PayPal und Palantir und als früherer Förderer von Donald Trump und JD Vance. Bereits 2025 hatte er ähnliche Vorträge in den USA und Europa gehalten. In seinen Essays und öffentlichen Texten setzt er sich unter anderem mit Francis Bacons Novelle New Atlantis auseinander und warnt vor einer technologisch dominierenden Elite, die unter dem Deckmantel von Sicherheit und Fortschritt Macht über Gesellschaften gewinnen könnte.
Auch in Italien löst Thiels Auftreten Diskussionen aus. Vertreter der oppositionellen Demokratischen Partei kündigten an, die Regierungschefin zu möglichen Kontakten zwischen Thiel und italienischen Behörden zu befragen. Katholische Institutionen distanzieren sich von der Veranstaltung, und auch vatikannahe Beobachter äußern Bedenken gegenüber den Thesen des Tech-Milliardärs.
Peter Thiel, 1967 in Frankfurt geboren, verbindet Philosophie, Theologie und libertäre Ansichten und gilt als einflussreicher Denker in der Tech-Branche. Palantir, sein Unternehmen, liefert Datenanalysen an Regierungen und Sicherheitsbehörden weltweit. Beobachter berichten, dass seine Vorträge eine Mischung aus theoretischer Analyse und kritischer Auseinandersetzung mit politischen und technologischen Entwicklungen sind.
Ob die römischen Vorträge neue Erkenntnisse bringen, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass apokalyptische Motive aus der Bibel nach wie vor politisch und kulturell diskutiert werden. Während Thiel von einigen als kritischer Beobachter der Globalisierung wahrgenommen wird, sehen andere die Verbindung von Technologie, Religion und politischem Einfluss mit Skepsis.
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