Teheran – In der Nacht zum Samstag kam es zu Luftangriffen auf mehrere Öldepots und eine Logistikanlage für Erdölprodukte in und um Teheran. Nach Berichten lokaler Behörden wurden mindestens sechs Menschen getötet und 20 verletzt. Große Rauchwolken breiteten sich über der iranischen Hauptstadt aus, wodurch die Bevölkerung akuten Gesundheitsrisiken und Versorgungsengpässen ausgesetzt ist.
Die Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund eines verschärften Konflikts zwischen dem Iran und anderen Staaten in der Region. Der Iran hatte zuvor mit Gegenmaßnahmen auf frühere Angriffe reagiert. Die Rauchentwicklung verdunkelt die Stadt, Straßen und Balkone sind mit Ruß bedeckt, und Geruchsbelästigungen werden gemeldet.
Augenzeugen berichten von erheblicher Belastung durch Rauch und Luftverschmutzung. Eine Aktivistin und ehemalige politische Gefangene aus Teheran, schildert gegenüber Medien Atemnot, gereizte Augen und Kehlen sowie Schwierigkeiten, Masken und Inhalatoren zu beschaffen. Ein Inhalator kostet derzeit rund 850.000 Toman (etwa 4,50 Euro). Lebensmittelpreise steigen, Grundnahrungsmittel sind teilweise knapp.
Augenzeugen beschreiben die Situation als belastend, da Wasser- und Luftqualität beeinträchtigt seien. Andere berichteten von langen Schlangen an Tankstellen, wo Benzin rationiert wird, und von einer dunklen Atmosphäre in der Stadt.
Die Umwelt- und Gesundheitsbehörden warnen vor möglichen Risiken durch toxische Chemikalien. Nach Regenfällen wurde vor Säureregen gewarnt, und die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzmaßnahmen wie Maskentragen einzuhalten und offene Lebensmittel abzudecken. Feinstaub und toxische Gase reizen Augen und Atemwege und bergen insbesondere für gefährdete Gruppen gesundheitliche Risiken. Auch die Wasserversorgung könnte beeinträchtigt sein.
Ein Internet-Shutdown erschwert die Informationsbeschaffung, während Benzinrationierung und wirtschaftliche Einschränkungen das Alltagsleben zusätzlich belasten.
Die langfristigen Folgen für Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft sind noch nicht absehbar. Die aktuelle Situation zeigt die Herausforderungen für die Stadtbevölkerung und die Dringlichkeit internationaler Lösungen zur Deeskalation.
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