Technische Mängel am Seitenantrieb – bereits zweite Stilllegung binnen gut zwei Jahren
Bern – Die Schweizer Armee hat ein sofortiges Fahrverbot für ihre gesamte Flotte von 238 Schützenpanzern M113 verhängt. Grund sind technische Mängel am Seitenantrieb, die die Fahrzeuge unter Umständen lenk- und bremsunfähig machen können.
Divisionär Rolf Siegenthaler, Chef der Logistikbasis der Armee, ordnete die Maßnahme an. „Sicherheit hat höchste Priorität“, teilte die Armee mit. Das Verbot gilt, bis die Defekte behoben sind.
Bei Instandhaltungsarbeiten wurden Metallteile im Getriebeöl sowie eine erhöhte Schwergängigkeit des Seitenantriebs festgestellt. Die Fehleranalyse führt die Probleme auf ein Zylinderrollenlager zurück, das nicht den Spezifikationen entspricht und erst bei der letzten Revision verbaut wurde. Die Ursachenabklärung läuft.
Bereits im Dezember 2023 musste die Flotte wegen Mängeln an der Antriebswelle stillgelegt werden. Die Wiederinstandsetzung dauerte bis Ende 2025 und kostete rund 2,6 Millionen Franken – erschwert durch die schwierige Beschaffung von Ersatzteilen für das über 50 Jahre alte System.
Die M113 bilden seit Jahrzehnten das Rückgrat der mechanisierten Infanterie und Artillerie-Feuerleitung. Sie dienen in Varianten als Mannschaftstransporter bei Panzersappeuren und Sicherungskompanien der Mechanisierten Brigaden sowie zur Feuerführung in der Artillerie. Teile der Flotte sind inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert alt.
Die wiederholten Ausfälle werfen Fragen zur Langzeitverfügbarkeit und Instandhaltungsstrategie veralteter Systeme auf. Die schrittweise Ablösung durch modernere Plattformen ist in Rüstungsprogrammen geplant, hängt aber von politischen und finanziellen Entscheidungen ab.
Bis zur Klärung bleibt die Einsatzfähigkeit der betroffenen Einheiten eingeschränkt. Wann das Fahrverbot endet und welche Kosten entstehen, ist offen.
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