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  • 11. März 2026 11:28

Adam Schiff warnt vor Eskalation durch Trump – Umfragen zeigen sinkende Zustimmung

ByAnton Aeberhard

Feb. 11, 2026

Washington – Der demokratische Senator Adam Schiff aus Kalifornien hat in mehreren Interviews vor einer möglichen politischen Eskalation durch Präsident Donald Trump gewarnt. In einem Gespräch mit ABC News („This Week“, 8. Februar 2026) sowie gegenüber dem Nachrichtenportal The Hill erklärte Schiff, dass die öffentliche Stimmung gegenüber dem Präsidenten seit Trumps Amtsantritt zunehmend kritisch geworden sei. Er stützte sich dabei auf aktuelle landesweite Umfragen.

Nach Angaben des Umfrageaggregators Decision Desk HQ liegt die Zustimmung zu Trumps Amtsführung Anfang Februar 2026 bei rund 42,7 Prozent, während 54,6 Prozent der Befragten – sogenannte „likely voters“ – sie ablehnen. Eine Umfrage der Quinnipiac University vom 29. Januar bis 2. Februar 2026 kommt auf 37 Prozent Zustimmung bei 56 Prozent Ablehnung. Auch andere Quellen wie Real Clear Politics oder The Economist zeigen Zustimmungswerte im niedrigen 40-Prozent-Bereich, mit einem negativen Saldo von etwa minus 11 bis minus 15 Prozentpunkten. Diese Zahlen liegen unter denen zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit und zählen im historischen Vergleich zu den niedrigeren Zustimmungswerten amtierender Präsidenten zu diesem Zeitpunkt.

Schiff machte die zuletzt verschärfte Rhetorik des Präsidenten teilweise an dieser Entwicklung fest. Er verwies auf Trumps Aussagen beim Nationalen Gebetsfrühstück am 5. Februar 2026 in Washington, wo der Präsident erklärte, er habe die Wahl 2024 „auch für sein eigenes Ego“ gewinnen müssen. Schiff kommentierte dies mit den Worten, dass Trumps „Ego eine weitere Niederlage nicht ertragen könne“.

Der Senator äußerte die Sorge, Trump könnte bei republikanischen Verlusten im Zuge der Midterm-Wahlen 2026 erneut versuchen, Wahlergebnisse infrage zu stellen oder politischen Druck auf Wahlprozesse auszuüben. Als Bezugspunkt nannte er Trumps Verhalten nach der Präsidentschaftswahl 2020, als der Präsident wiederholt unbelegte Vorwürfe eines Wahlbetrugs erhoben hatte. Diese Anschuldigungen wurden in zahlreichen Gerichtsverfahren sowie durch Wahlbehörden auf Bundes- und Landesebene zurückgewiesen.

Konkrete Hinweise auf aktuelle Pläne zur Manipulation der Zwischenwahlen nannte Schiff nicht. Er wies jedoch darauf hin, dass Trumps Rhetorik – darunter Forderungen nach einer stärkeren nationalen Kontrolle von Wahlen – Anlass zu erhöhter Wachsamkeit gebe. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Durchsuchung eines Wahlbüros im Fulton County, Georgia, am 28. Januar 2026 durch das FBI. Laut den Behörden stand diese Maßnahme im Zusammenhang mit laufenden Untersuchungen zur Präsidentschaftswahl 2020. Ein direkter Bezug zu den Wahlen 2026 wurde offiziell nicht bestätigt.

Berichte über Kontakte zwischen Trumps Umfeld und den Ermittlungsstellen kommentierten die Behörden bislang nicht. Unabhängige Wahlrechts- und Demokratieexperten betonen, dass derzeit keine öffentlichen Belege für konkrete subversive Pläne hinsichtlich der Midterm-Wahlen existieren, warnen jedoch vor einer weiteren Eskalation der politischen Rhetorik.

Schiff äußerte zudem Zweifel, dass führende Republikaner im Kongress dem Präsidenten in solchen Fragen entschieden entgegentreten würden. Stattdessen betonte er die Bedeutung einer hohen Wahlbeteiligung für allgemein akzeptierte Wahlergebnisse. Auch gesellschaftliche Faktoren wie steigende Lebenshaltungskosten und die anhaltende politische Polarisierung trügen nach Einschätzung des Senators zur wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung bei, was sich in den aktuellen Umfragen widerspiegle.

Das Weiße Haus sowie republikanische Sprecher äußerten sich zu den Vorwürfen Schiffs bislang nicht.

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By Anton Aeberhard

Anton Aeberhard ist Journalist und schreibt zu gesundheitlichen, wissenschaftlichen sowie politischen und gesellschaftlichen Themen. Seine Beiträge befassen sich mit aktuellen Entwicklungen und deren Hintergründen. Seine Texte zeichnen sich durch analytische Tiefe und eine klare Gewichtung der zentralen Argumente aus.

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