Die globalen Aktienmärkte haben Anfang Februar 2026 spürbar an Wert verloren. Am Donnerstag, 5. Februar, gaben die wichtigsten US‑Indizes deutlich nach: Der Dow Jones Industrial Average fiel um rund 593 Punkte bzw. etwa 1,2 %, der S&P 500 sank um 1,2 % und rutschte für das laufende Jahr ins Minus, und der Nasdaq Composite büßte 1,6 % ein. Auch in Europa und Asien zeigten die Börsen Schwäche. Parallel gerieten Kryptowährungen unter Druck, mit einem zeitweisen Rückgang des Bitcoin‑Kurses auf unter 64.000 US‑Dollar.
Bewertungen und Sektorrotation im Technologiesektor
Hohe Bewertungen im Technologiesegment belasten die Stimmung. Insbesondere nach Quartalsberichten und hohen Investitionsplänen großer Tech‑Konzerne sehen Marktteilnehmer Gewinnmitnahmen und Bewertungsrisiken. So gerieten Aktien von Alphabet und anderen Technologie‑Titeln deutlich unter Druck, was eine Rotation von wachstumsorientierten in defensivere oder konjunkturabhängige Bereiche verstärkte.
Analysten nutzen zur Einordnung unter anderem den Shiller‑CAPE‑Ratio, ein zyklisch adjustiertes Kurs‑Gewinn‑Verhältnis, das im S&P 500 derzeit deutlich über historischen Durchschnittswerten liegt – ein Muster, das historisch mit erhöhten Korrekturwahrscheinlichkeiten einhergehen kann (Datenlage zum Indexverhältnis entspricht dem durch Bloomberg‑ und Marktberichte ermittelten Umfeld).
Geldpolitik und geopolitische Unsicherheiten
Die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher neuer Vorsitzender der US‑Notenbank Federal Reserve durch Präsident Donald Trump hat zusätzliche Unsicherheit geschaffen. Marktreaktionen auf die Personalie sowie Debatten über den geldpolitischen Kurs der Fed – zwischen restriktiverer Zinspolitik und möglichen zukünftigen Anpassungen – haben die Volatilität verstärkt.
Daneben belasten politische Faktoren wie mögliche neue Zollmaßnahmen gegenüber China und anderen Handelspartnern die Risikobereitschaft der Anleger. Frühere Erfahrungen zeigen, dass protektionistische Maßnahmen globalen Handel und Unternehmensgewinne belasten können, was in Verbindung mit geopolitischen Spannungen Marktrisiken erhöht.
Konjunkturdaten und breitere Marktindikatoren
Weitere Belastung entstand durch schwächer als erwartete Arbeitsmarktdaten aus den USA, die Zweifel an der wirtschaftlichen Robustheit und den zukünftigen Konsumausgaben schürten. Schwache Beschäftigungsindikatoren können auch die Gewinnperspektiven vieler Unternehmen trüben. Zusätzlich gerieten Edelmetalle wie Gold und Silber im Zuge globaler Risikoaversion unter Abgabedruck.
Im Kryptowährungssektor verstärkten hohe Leverage‑Positionen und Zwangsliquidationen die Abwärtsdynamik – ein Faktor, der in volatilen Marktphasen häufig zu verstärkten Schwankungen führt.
Viele Analysten werten die aktuelle Entwicklung als marktübliche Korrekturphase, die typischerweise Rückgänge von 10–20 % vom Höchststand umfasst, jedoch nicht zwangsläufig einen tiefgreifenden Abschwung signalisiert. Sollte sich jedoch die geldpolitische Straffung unter dem neuen Fed‑Vorsitz verschärfen oder protektionistische Maßnahmen stärker als erwartet greifen, könnte dies den Abwärtsdruck verlängern. Anlegern wird geraten, breit zu diversifizieren und langfristig orientiert zu bleiben – historisch haben sich Märkte nach Korrekturen meist wieder stabilisiert.
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