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  • 19. Februar 2026 7:39

Tesla dämpft Erwartungen an den raschen Fabrikeinsatz des Optimus-Roboters

BySarah Koller

Feb. 2, 2026

Zürich – Tesla-Chef Elon Musk hat die Erwartungen an einen schnellen und umfangreichen Einsatz des humanoiden Roboters Optimus in den eigenen Produktionsstätten deutlich zurückgenommen. In der Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis 2025 räumte Musk ein, dass der Roboter derzeit „nicht in nennenswertem Umfang“ in den Tesla-Fabriken eingesetzt werde. Damit weicht die aktuelle Lage deutlich von früheren Ankündigungen ab, nach denen bereits Tausende Exemplare bis Ende 2025 in Betrieb sein sollten.

Musk erklärte, Tesla habe Optimus „einige grundlegende Aufgaben in der Fabrik ausführen lassen“. Der Fokus liege jedoch darauf, dass der Roboter aus dem praktischen Einsatz lerne. „Wir rechnen nicht damit, dass Optimus vor Ende dieses Jahres nennenswerte Produktionsmengen erreichen wird“, so Musk weiter. Derzeit läuft lediglich eine Pilot-Produktionslinie im Fremont-Werk. Zusätzlich wird der Roboter in Fabriken und Büros getestet, um reale Anwendungsfälle zu identifizieren.

Aktueller Stand des Optimus-Programms

Laut dem offiziellen Tesla Quarterly Update für Q4 2025 befindet sich das Optimus-Programm weiterhin in der Entwicklungsphase. Tesla plant, die Gen-3-Version des Roboters – die erste für die Massenproduktion konzipierte Version – im ersten Quartal 2026 vorzustellen. Diese soll wesentliche Verbesserungen enthalten, darunter ein neues Handdesign. Vorbereitungen für die erste Produktionslinie, einschließlich Lieferkettenaufbau, laufen bereits. Der Produktionsstart ist vor Ende 2026 vorgesehen, mit einem langfristigen Kapazitätsziel von bis zu einer Million Einheiten pro Jahr, unter anderem durch die Umwidmung der ehemaligen Model-S/X-Produktionsfläche im Fremont-Werk.

Tesla unterstreicht die strategische Bedeutung von Optimus im Rahmen der Transformation zu einem „Physical AI“-Unternehmen. Der Roboter soll unsichere, repetitive oder monotone Aufgaben übernehmen. Das Unternehmen verfolgt ein vertikal integriertes Konzept mit eigenen Batterien, Aktuatoren, Software und KI-Chips, um Kosten zu senken. Bei hoher Stückzahl nennt Tesla Zielkosten von rund 20’000 US-Dollar pro Roboter.

Hintergrund und frühere Ankündigungen

Noch vor einem Jahr hatte Musk angekündigt, dass bis Ende 2025 mehrere Tausend Optimus-Roboter gebaut und in Betrieb genommen würden. Die aktuellen Aussagen markieren nun eine deutliche Anpassung der ursprünglichen Erwartungen. Gleichzeitig weist Tesla auf Fortschritte hin: Die Pilotlinie in Fremont ist aktiv, und erste Tests in realen Fabrikumgebungen finden statt. Die Umstellung der Model-S/X-Linie auf Optimus-Produktion soll zudem Kapitalaufwand reduzieren und Risiken bei der Hochskalierung mindern.

Der zurückhaltendere Ton fällt in eine Phase, in der Tesla die Produktion von Model S und X in Fremont einstellen und die Fläche für die Robotermontage nutzen wird. Im Quartalsbericht wird Optimus neben Robotaxi (Cybercab), Tesla Semi und Megapack als einer der Schwerpunkte für 2026 genannt – mit geplanten Volumenproduktionsstarts in mehreren Bereichen.

Analysten sehen in den wiederholten Zeitplan-Anpassungen ein typisches Muster bei ambitionierten Tesla-Projekten. Das Unternehmen verweist gleichzeitig auf seine bisherigen Erfolge bei der Skalierung von Elektrofahrzeugen und Energiespeichern als Referenz für das zukünftige Robotik-Geschäft. Konkrete Umsatz- oder Gewinnbeiträge durch Optimus werden für 2026 noch nicht erwartet; der Fokus liegt auf technologischer Reife und der ersten Serienproduktion.

Tesla schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem GAAP-Nettoergebnis von 3,8 Milliarden US-Dollar ab (Q4: 0,8 Milliarden). Die Bruttomarge im Automobilbereich erreichte im vierten Quartal 20,1 Prozent – der höchste Wert seit über zwei Jahren. Das Unternehmen investiert weiterhin massiv in KI-Infrastruktur, autonome Fahrzeuge und Robotik.

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By Sarah Koller

Sarah Koller schreibt vor allem zu Gesundheits- und Wissenschaftsthemen, behandelt aber auch soziale und historische Fragestellungen. Ihre Texte zeichnen sich durch Vielseitigkeit und die Fähigkeit aus, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten.

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