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  • 19. Februar 2026 6:51

Österreich erhält 76,5 Millionen Euro aus Erasmus+ – EU treibt Europäischen Bildungsraum bis 2030 voran

ByLena Wallner

Jan. 31, 2026

Wien – Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat dem Parlament die EU-Jahresvorschau 2026 im Bildungsbereich vorgestellt. Im Fokus steht die Umsetzung des Europäischen Bildungsraums bis 2030, der grenzüberschreitendes Lernen erleichtern, die automatische Anerkennung von Bildungsabschlüssen fördern und den Erwerb mindestens einer weiteren Fremdsprache neben der Muttersprache stärken soll.

Für 2026 erhält Österreich rund 76,5 Millionen Euro aus dem EU-Programm Erasmus+ für Mobilitäts- und Kooperationsprojekte. Insgesamt stehen Österreich im Rahmen der laufenden Programmgeneration 2021–2027 rund 683 Millionen Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: Im Vorjahr betrug der Beitrag 78 Millionen Euro.

Erasmus+ bleibt zentrales Förderinstrument

Erasmus+ ist weiterhin das wichtigste Instrument zur Förderung von Austausch, Kooperation und beruflicher Weiterentwicklung im Bildungsbereich. EU-weit stehen für die aktuelle Programmgeneration bis 2027 insgesamt 28 Milliarden Euro zur Verfügung.

Schwerpunkte der EU-Bildungspolitik 2026

  • Im ersten Halbjahr 2026 übernimmt Zypern, im zweiten Irland den Vorsitz im Rat der EU.
  • Verhandlungen über die nächste Erasmus+-Programmgeneration (2028–2034)
  • Berufliche Weiterentwicklung von Lehrkräften und Steigerung der Attraktivität des Lehrberufs
  • Schlussfolgerungen zu „Lehrkräften im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“
  • Vorstellung einer europäischen Berufsbildungsstrategie durch die EU-Kommission im zweiten Quartal
  • Stärkung von Grundkompetenzen, MINT-Fächern, Digitalisierung und KI in der Bildung
  • Maßnahmen für mehr Inklusion und gegen Mobbing an Schulen

Im dritten Quartal 2026 plant die EU-Kommission die Veröffentlichung eines Bildungspakets mit zwei nicht-legislativen Initiativen: „European School Alliances and Basic Skills Support Scheme“ sowie die „2030 Roadmap on the Future of Digital Education and Skills“. Zusätzlich soll die legislative „Skills Portability Initiative“ im Rahmen des „Fair Labour Mobility Package“ die grenzüberschreitende Anerkennung von Kompetenzen und Qualifikationen erleichtern.

Herausforderungen bei EU-Verhandlungen

Rückblickend zeigt sich, dass die Verhandlungen zum strategischen Rahmen für die europäische Bildungszusammenarbeit 2026–2030 im zweiten Halbjahr 2025 unter dänischem Vorsitz stockten. Beim Rat Bildung im November 2025 konnte keine Einstimmigkeit erzielt werden. Derzeit ist unklar, wann und in welcher Form die Verhandlungen fortgesetzt werden.

EU-Bildungspolitik auf freiwilliger Basis

Obwohl der Europäische Bildungsraum ein strategisches Ziel der EU ist, bleiben Bildung und Bildungsfinanzierung in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten fallen. Die Zusammenarbeit erfolgt freiwillig und ergänzt nationale Bildungspolitik.

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By Lena Wallner

Lena Wallner ist Journalistin und behandelt vor allem politische und gesellschaftliche Themen. Sie schreibt über aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ihre Texte zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Netzwerk und die Einbindung relevanter Quellen aus.

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