Die US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat am 20. Januar 2026 einen offiziellen Health Advisory veröffentlicht. Darin informiert sie über den fortschreitenden Ausbruch des New World Screwworm (Cochliomyia hominivorax) in Mittelamerika und Mexiko und warnt vor einer möglichen weiteren Ausbreitung Richtung Norden.
Laut CDC sind in der laufenden Epidemie seit 2023 mehr als 148.000 Fälle bei Tieren sowie über 1.190 Infektionen bei Menschen registriert worden, darunter sieben Todesfälle (Stand 20. Januar 2026). Der Parasit verursacht Myiasis, also den Befall von lebendem Gewebe durch Larven, der unbehandelt zu schweren Schäden und in einigen Fällen zum Tod führen kann.
Besonders besorgniserregend ist die geografische Nähe der Ausbrüche zur US-Grenze: In den vergangenen Wochen wurden Fälle im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas dokumentiert, der unmittelbar an Texas grenzt. Bereits 2025 wurde der Parasit in Nuevo León nachgewiesen, nur etwa 110 Kilometer von der Grenze entfernt. Bisher gibt es jedoch keine bestätigten Fälle von New World Screwworm in den USA, weder bei Tieren noch bei Menschen.
Der New World Screwworm ist die Larve einer Fliege, die ihre Eier in offene Wunden oder Körperöffnungen warmblütiger Wirbeltiere legt. Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Larven von lebendem Gewebe. In der Vergangenheit konnte der Parasit durch internationale Programme, unter anderem mit der Freisetzung steriler Männchenfliegen, in weiten Teilen Nord- und Mittelamerikas erfolgreich ausgerottet werden.
Der CDC-Hinweis richtet sich vor allem an Kliniker, Tierärzte und Gesundheitsbehörden in den USA. Er enthält detaillierte Empfehlungen zur Früherkennung (z. B. sichtbare Larven, ungewöhnlicher Geruch, eitriger Ausfluss), zur Probenentnahme, Labordiagnostik und Therapie (mechanische Entfernung der Larven plus supportive Behandlung).
Das derzeitige Risiko für die US-Bevölkerung stuft die CDC als niedrig ein. Dennoch wird angesichts der geografischen Nähe und möglicher Einschleppungen – etwa über Tiertransporte – zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten, insbesondere bei Personen mit Aufenthalten in betroffenen Regionen oder ungewöhnlichen Wundinfektionen.
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