Nach der schweren Brandkatastrophe in Crans-Montana prüfen Swiss Contact Teams den Zustand von 17 Schweizer Patienten in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien.
Bern – Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) hat zwei spezialisierte Swiss Contact Teams in europäische Verbrennungszentren entsandt. Die Experten besuchen Schweizer Brandopfer aus Crans-Montana, erfassen deren Bedürfnisse und bereiten die langfristige Behandlung sowie Rehabilitation vor. Ziel ist, eine optimale medizinische Versorgung sicherzustellen und die Rückführung der Betroffenen zu koordinieren.
Die Brandkatastrophe vom 1. Januar 2026 (Silvesternacht) in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana forderte 40 Todesopfer und 116 Verletzte, die meisten mit schweren Verbrennungen. Siebenzehn Schweizer Staatsangehörige sowie neun Personen mit Schweizer Wohnsitz werden derzeit in Spezialkliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt. Schweizer Krankenhäuser wie das CHUV Lausanne, das USZ Zürich oder das Kinderspital Zürich konnten aufgrund der Auslastung nicht alle Patienten aufnehmen.
Unter Koordination der Nationalen Alarmzentrale im BABS wurden zwei Swiss Contact Teams (SCT) gebildet. Sie bestehen aus Fachärzten für Verbrennungsmedizin und Rehabilitation und werden unterstützt von Experten des Schweizerischen Roten Kreuzes, des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sowie des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die Teams nahmen ihre Arbeit bereits am 21. Januar 2026 auf. Erste Besuche fanden in Belgien und Deutschland statt.
Die Fachkräfte erfassen den Gesundheitszustand und die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen. Die Ergebnisse fließen in die nationale Koordination des Verbundes Katastrophenmedizin (KATAMED) ein. Beteiligt sind außerdem die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Suva sowie die Suvakliniken in Bellikon und Sion. Die Schweizer Botschaften und Konsulate vor Ort unterstützen die Teams logistisch.
«Die internationale Unterstützung ermöglicht die bestmögliche medizinische Versorgung», heißt es in der Mitteilung des Bundes vom 22. Januar 2026.
Die Katastrophe hat im Wallis tiefe Betroffenheit ausgelöst und wirft Fragen zur Prävention sowie zu den Kapazitäten in der Schweiz auf. Wann und wie viele Patienten zurückverlegt werden können, hängt von den medizinischen Abklärungen ab. Der Bund betont die enge Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Versicherern, um finanzielle und organisatorische Hürden zu minimieren.
Für Angehörige stehen weitere Informationen auf der Website des BABS zur Verfügung (www.babs.admin.ch).
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