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  • 19. Februar 2026 6:52

US‑Senator Graham warnt Kuba nach Festnahme Maduros

BySarah Koller

Jan. 7, 2026

Washington – Nach einem historischen Militäreinsatz der Vereinigten Staaten in Venezuela hat der republikanische US‑Senator Lindsey Graham die kubanische Führung scharf kritisiert und ein mögliches Ende der kommunistischen Herrschaft auf der Insel angedeutet. Die Äußerungen fielen am Sonntag an Bord von Air Force One, auf dem Graham gemeinsam mit Präsident Donald Trump unterwegs war.

Am Wochenende hatten US‑Spezialeinheiten in einer nächtlichen Operation den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Dort erschienen beide am Montag vor einem Bundesgericht in New York, wo ihnen unter anderem Anklagen wegen Drogenhandels und Verschwörung vorgelegt wurden.

Senator Graham bezeichnete Kuba als „kommunistische Diktatur“ und erklärte, die „Tage der kubanischen Führung seien gezählt“. Er verwies auf die Festnahme Maduros und sprach davon, dass die USA in Zukunft verstärkt für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Region eintreten müssten.

Präsident Trump unterstützte diese Linie in seinen eigenen Aussagen und bezeichnete Kuba als ein Land, das „bereit sei zu fallen“, weil es stark von Unterstützungsbeziehungen zu Venezuela abhängig sei.

Die international ungewöhnliche Gefangennahme Maduros hat bereits weltweite Reaktionen ausgelöst. In einer Dringlichkeitssitzung des UN‑Sicherheitsrats verurteilten zahlreiche Staaten die US‑Militäraktion als Verletzung des Völkerrechts und der venezolanischen Souveränität. Russland, China, Brasilien und Südafrika kritisierten die Operation scharf, während die USA argumentieren, es handele sich um die Durchsetzung strafrechtlicher Anklagen und nicht um einen Kriegseinsatz.

In Venezuela selbst wurde nach der Festnahme Maduros Delcy Rodríguez zur geschäftsführenden Präsidentin vereidigt. Sie rief den Ausnahmezustand aus und kündigte Maßnahmen zur Stabilisierung des Landes an, während in Teilen des Landes vorübergehend Unruhe herrschte.

Die Entwicklungen markieren eine tiefgreifende Zäsur in der US‑Lateinamerika‑Politik. Befürworter dieser harten Linie sehen darin einen notwendigen Schritt zur Bekämpfung von Drogenkartellen und autoritären Regimen. Kritiker warnen hingegen vor einer gefährlichen Eskalation geopolitischer Spannungen und einer möglichen Erosion internationaler Rechtsnormen.

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By Sarah Koller

Sarah Koller schreibt vor allem zu Gesundheits- und Wissenschaftsthemen, behandelt aber auch soziale und historische Fragestellungen. Ihre Texte zeichnen sich durch Vielseitigkeit und die Fähigkeit aus, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten.

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