In den Vereinigten Staaten verläuft die Grippesaison 2025/26 bisher besonders intensiv. Laut den aktuellen Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC sind mehr als 11 Millionen Menschen erkrankt, und die Zahl der Todesopfer hat die Marke von 5.000 überschritten – darunter mindestens neun Kinder. Experten weisen darauf hin, dass die Saison noch nicht vorbei ist und die Auswirkungen der Feiertage die Situation weiter verschärfen könnten.
Die Grippeaktivität ist in 45 Bundesstaaten hoch bis sehr hoch, wie der CDC-Bericht für die Woche bis zum 27. Dezember zeigt. Nur Montana, South Dakota, Vermont und West Virginia melden eine niedrige bis moderate Ausbreitung. Für Nevada liegen laut CDC derzeit keine ausreichenden Daten vor.
Laut CDC entfielen 8,2 Prozent der ambulanten Arztbesuche auf grippeähnliche Symptome – der höchste Wert seit Beginn der systematischen Erfassung 1997.
„Es ist noch zu früh, um die vollen Auswirkungen der Feiertage einzuschätzen. Die Grippeaktivität ist weiterhin hoch“, erklärte die CDC in einer Pressemitteilung.
Die überwiegende Mehrheit der Erkrankungen wird durch den Virus Influenza A(H3N2) verursacht. Co-Infektionen mit anderen Atemwegserkrankungen wie Covid-19 oder RSV treten vereinzelt auf, was die Behandlung komplexer machen kann.
Bislang wurden über 120.000 Menschen hospitalisiert. Auch die Besuche von Notaufnahmen wegen grippeähnlicher Erkrankungen liegen über dem üblichen Niveau.
Kinder sind besonders betroffen. In der vergangenen Saison 2024/25 starben 289 Kinder an Influenza – die höchste Zahl seit Beginn der CDC-Meldepflicht für Kindersterbefälle. In dieser Saison sind bisher mindestens neun Kinder gestorben. Die CDC empfiehlt weiterhin eine jährliche Grippeimpfung für alle ab sechs Monaten. Sie betont, dass Impfungen das Risiko schwerer Verläufe deutlich reduzieren können.
Die Intensität dieser Welle ist auf die aggressive Zirkulation von Influenza-Viren und die gleichzeitige Verbreitung anderer Atemwegserkrankungen zurückzuführen. Die CDC rät zu Vorsichtsmaßnahmen wie häufigem Händewaschen, Abstandhalten und zu Hause bleiben bei Symptomen. Außerdem können antivirale Medikamente bei Risikogruppen schwere Verläufe verhindern.
Weltweit beobachten Gesundheitsbehörden die Entwicklung aufmerksam. Auch in Europa beginnt die Grippesaison, und die WHO empfiehlt, Impfprogramme zu stärken, um eine Eskalation zu verhindern.
Für die USA zeigt sich: Die Grippesaison 2025/26 könnte noch an Intensität zunehmen, bevor die Fallzahlen wieder zurückgehen.
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