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  • 11. März 2026 11:18

Österreichs Treibhausgas-Emissionen sinken – Verkehr bremst Klimafortschritt

ByDavid Aebischer

Jan. 2, 2026

Österreich macht Fortschritte beim Klimaschutz: Die Treibhausgas-Emissionen gehen zurück, doch die nationalen und EU-Klimaziele bleiben weiterhin in weiter Ferne. Besonders der Verkehrssektor behindert den Wandel, trotz wachsender Elektroauto-Flotte und stärkerer Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Der Fortschrittsbericht 2025 zeigt klar, wo Handlungsbedarf besteht.

Im Jahr 2023 lagen die Emissionen außerhalb des EU-Emissionshandels bei 44,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent – knapp unter der zulässigen Höchstmenge von 45,2 Millionen Tonnen. Vorläufige Zahlen für 2024 (Stand Juli 2025) deuten auf einen weiteren Rückgang um etwa 2,8 Prozent auf 43,0 Millionen Tonnen hin.

Der Rückgang ist vor allem auf den Ausbau erneuerbarer Energien, den Umstieg auf kohlenstoffarme Energieträger und Einsparungen durch die hohen Energiepreise nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zurückzuführen. Weitere Faktoren sind die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die ökosoziale Steuerreform, das Verbot fossiler Heizsysteme im Neubau sowie diverse Förderprogramme für Energieeffizienz.

Verkehr bleibt größte Herausforderung

Mit Abstand größter Emittent bleibt der Verkehrssektor: 2023 entfielen 44,8 Prozent aller Emissionen außerhalb des Emissionshandels auf den Verkehr. Rund 19,8 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent wurden registriert, ein Rückgang um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem auf weniger motorisierten Individualverkehr, eine stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und den wachsenden Bestand an Elektroautos zurückzuführen.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt der motorisierte Individualverkehr dominant. Pendlerinnen und Pendler in Ballungsräumen wie Wien oder Graz berichten von überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln und teilweise unzureichender Taktung, was die Umstellung auf klimafreundliche Verkehrsmittel erschwert. Gleichzeitig steigen die Zulassungen von Elektroautos, doch die Ladeinfrastruktur hinkt hinterher, was die Nutzung erschwert.

Gebäudesektor: Fortschritte, aber noch viel Potenzial

Der Gebäudesektor konnte seine Emissionen 2023 auf 6,3 Millionen Tonnen senken, ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber 2022. Seit 2005 haben sich die Werte sogar halbiert, unter anderem durch thermische Sanierungen, moderne Heizsysteme, den Ausbau von Fernwärme und stärkere Nutzung erneuerbarer Energien. Dennoch werden viele Bestandsgebäude weiterhin mit Gas und Öl beheizt. Es besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, um den Gebäudebestand vollständig auf klimafreundliche Technologien umzustellen.

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By David Aebischer

David Aebischer ist Journalist und Autor mehrerer Bücher, darunter Romane und literarische Texte. Er schreibt zudem zu gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Themen. Seine Texte zeichnen sich durch Vielseitigkeit, klare Struktur und reflektierte Darstellung aus.

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